Berliner Zeitung: Entlarvtes Pädo-Netzwerk mit Politik & Behörden verstrickt

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Berliner Zeitung: Entlarvtes Pädo-Netzwerk mit Politik & Behörden verstrickt

Am 15.06.2020 schrieb die “Berliner Zeitung” darüber dass nun rausgekommen ist, dass in Berlin wissentlich, trotz deutlichen Warnzeichen, kleine Kinder jahrzehntelang in die Hände von Kinderschändern gegeben worden sind. Neben den Missbrauchsvorfällen ist auch mindestens ein Todesfall. Ein Junge starb, der als Pflegekind vermittelt worden war.

Nun haben sich Experten der Akten angenommen, um den Fall näher zu untersuchen. Laut den Untersuchungen sind bei diesem Fall Kinder nicht nur an “gewöhnliche” alleinlebende Leute als Pflegekinder weitergegeben worden, sondern auch an mächtigere Personen, scheinbar – so wie man streng vermutet – wissentlich darüber, was die Kinder erwartet.

Pädo-Netzwerke in ganz Deutschland

Zu den Verstrickungen schreibt die Berliner Zeitung über die Erkenntnise: “Es habe „ein Netzwerk quer durch die wissenschaftlichen pädagogischen Einrichtungen und die Senatsverwaltung bis hinein in einzelne Berliner Bezirksjugendämter“ gegeben, „in dem pädophile Positionen akzeptiert, gestützt und verteidigt wurden“. Auch eine Zusammenarbeit mit einer Schule wird berichtet, wo Kinder vom Schulleiter dieser Schule jahrzehntelang missbraucht wurden.

Weiter hieß es: “Das Pädophilen-Netzwerk durchsetzte nicht nur Berliner Bildungsinstitutionen, sondern verzweigte sich ins ganze Land”. Dies wurde unter anderem durch Zeitzeugen bekannt. Diese verklagen natürlich das Land, da die Berliner Behörden unter dringendem Verdacht stehen. Da aber die Peiniger der Kinder inzwischen verstorben sind, wird ebenso mit Verjährung argumentiert.

Verstrickungen in die Politik

Auch ein Name eines Politikers wird genannt. So schreibt die Berliner Zeitung: “Prominenteste Figur im Netzwerk in Berlin war Sozialpädagogik-Professor Helmut Kentler. Er wurde in den 60er- und 70er-Jahren als Wegbereiter einer revolutionären, emanzipatorischen Sexualpädagogik gefeiert”. Kentler gilt laut Artikel einer der Anstifter, der diesen systematischen Kindesmissbrauch ins Rollen gebracht hat, mit der Absicht was diesen Kindern bereits jahrzehntelang angetan wurde.

Auch ein weiterer Politiker wird genannt. So heißt es: “Gegründet wurde die Institution im Februar 1965 unter dem Regierenden Bürgermeister und späteren Kanzler Willy Brandt (SPD) – der das Vorhaben laut den Hildesheimern Forschern stark unterstützte”. Ob Willy Brandt von den Missbrauchsfällen wusste, steht allerdings nicht im Artikel.

Forderung nach Aufklärungsbedarf

Es ist nach den ganzen Forschungen, was zu einem 57-Seitigen Bericht geführt hat, immer noch unklar, wie viele Leben überhaupt zerstört wurden, und wie viele Täter, auch in den Behörden und Politik, noch frei rumlaufen. Deswegen fordern die Experten in ihrem Bericht weiteren Aufklärunsbedarf, damit die Untersuchungen nicht abreißen.

 

Quelle: https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/paedophile-missbrauch-berlin-pflegekinder-li.87610.amp

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