Die Armut der Meere ist bereits Realität – Überfischung

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©http://www.4freephotos.com/ger/Sun-Lighting-einem-Korallenriff-2628.html

 

Ich erinnere mich noch gerne an meine Asienreise Ende des Jahres 2015.
Ein besonders Highlight waren dabei die Tauchgänge im Meer. Je tiefer ich tauchte je mehr offenbarten sich mir diese wunderbaren bunte Vielfalt an Meeresbewohner, die mir einen bis dahin völlig unbekannte Welt dabot. Kaum zu glauben, dass diese wundervolle Unterwasserwelt spätestens im Jahr 2050 nur noch eine Erinnerung von mir und ein paar anderen Taucher sein wird.

Fischbestände gehen zurück

Ihr habt sicherlich schon einmal davon gehört. Das Problem der Überfischung unsere Weltmeere. Dies ist leider keine Zukunftsprognose sondern schon jetzt Realität. Bereits wenige Jahrzehnte reichten den Menschen aus um unsere Fischbestände um ein vielfaches zu reduzieren. Wir sprechen hier zum Beispiel über Thunfisch, Haie, Schwertfisch und Marlin, deren Bestandteile seit den 1950er Jahren, um 90% zurück gingen. Dank unsere von da an beginnender industriellen Fischerei. Gerade im europäischen Fanggebieten sind bereits 47 Prozent der Bestände überfischt.

Mehr Fische benötig als vorhanden

Eine weitere Problematik stellt die Tatsache dar, dass weiterhin mehr gefischt wird als natürlich nachwachsen könnte. Eine Ursache dafür stellt sicherlich die gefangen Fisch Menge da, welche sich von 12,8 Millionentonnen (1950) nun auf 80 Millionentonnen jährlich beziehen. Diese stark gestiegen Anzahl ist kaum verwunderlich so mal der Mensch den Fisch liebt, besonders auf dem Teller frisch zubereitet. So finden im Jahr ca.15kg Fisch in dem Magen eines in Deutschland wohnenden Menschen. Oder anderes ausgedrückt wird in Deutschland etwa 1,24 Millionen Tonnen Fisch und Meeresfrüchte verzehrt (Stand 2011/ Fisch-Informationszentrums e.V. in Hamburg). Des Weiteren werden mit jeden Fang auch unzählige Altfische gefangen, welche für eine Fortpflanzung und somit erhalte des Fischbestandes unverzichtbar sind, da diese besonders viele Nachkommen zeugen könnten.

(c)http://farm4.staticflickr.com/3173/2756523769_678983d699_z.jpg
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Ein drittel Beifang

Ebenso landen in Fischernetzen immer wieder Jungtiere, die als Beifang unnötigerweise am Bord streben. Ebenfalls fallen unter diese Kategorie auch Seesternen, Krabben und anderen kleinen Meeresbewohner, welche dann meist einfach wieder Tot zurück ins Meer geworfen werden. Dieser Beifang macht schätzungsweise übrigens durchschnittlich ein drittel jedes Fang aus.

Unterwasserwelten werden zerstört

Doch das ist längst nicht alles, durch das unachtsame auswerfen der Fischernetze werde auch wichtige Unterwasserlandschaften wie Kaltwasserkorallen und Seegraswiesen zerstört, welche normalerweise als zukünftiges Kinderzimmer der Jungfische dienen sollte. Würde wir mit unseren Wäldern so umgehen, wie mit unseren Meeren. So würden wir bereits heute in der Steppe wohnen.
Nun ist es inzwischen jeden klar, dass wenn wir so weiter machen, unsere Unterwasserwelt restlos zerstören wird.

Rettung in Sicht ?!

                                                                     
Inzwischen gibt es einige wenige Schutzmaßnahmen, die den Fischbestand wieder erhöhen sollen. Doch reicht dies beim weitem nicht aus. Auch wir als Verbraucher müssen handeln, indem wir uns über unseren Fisch Konsum bewusster werden.

Sind wir uns einmal im Klaren darüber, dass Wasser der Ursprung unseren somit auch allem anderem Leben ist sollte uns das leicht fallen.

Verwendete Quellen

http://www.wissen.de/ueberfischung-der-weltmeere
http://www.planet-wissen.de/natur/meer/ueberfischung_der_meere/index.html
http://www.wwf.de/themen-projekte/meere-kuesten/fischerei/ueberfischung/
http://www.greenpeace.de/themen/meere/ueberfischung

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