Die Gemeinschaft der “Frustrierten”

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© Pawel Kuczynski

“Nichts ist so stark, wie die Gemeinschaft der Frustrierten”

Dieser Satz gehört zu meinen Lieblingssprüchen. Na ja… Zunächst nimmt er uns und unser Selbstmitleid auf die Schippe. Genauer betrachtet, finde ich es aber ermutigend, dass viele Schwache stark sein können. Allerdings braucht man ein Ziel um das Gefühl der Stärke aufkeimen zu lassen. So wie die Sklaven gegen die Unterdrücker, die Arbeiter gegen die Bonzen und so weiter.

Ständig frage ich mich, warum sich nicht alle zusammentun?

Ich als “Hobbypsychologe”, als “Betrachter” der Welt sehe in den sozialen Medien eine Menge Vereinigungen gegen quasi alles und jeden. Mich verwirrt, gegen was da alles gekämpft wird. Ständig frage ich mich, warum sich nicht alle zusammentun, um dann einen echten, bzw. effektiven Kampf gegen “das Böse” zu führen? Dann stelle ich mir ein riesiges Schlachtfeld vor, mit Millionen von Facebook und Twitter-Leuten und jeder wettert gegen jeden. Am liebsten würde ich als Spielleiter eingreifen, Ordnung in die Sache bringen und die Gegner von Gen-Food in die eine Ecke sammeln und die Retter der Kreuzkröte in die andere. Als Stratege wäre das weitere Vorgehen klar. Aber so einfach scheint es ja nicht zu sein, sonst würde das ja schon längst passieren.

Fühlt ihr euch alleine, zu schwach?

Während in anderen Ländern wie Frankreich noch “echte Menschen” auf die Straße gehen, schläft es sich in unserem Lande wohl sehr gut. Wo seid Ihr? Fühlt ihr euch alleine, zu schwach? Seid ihr resigniert, frustriert, hoffnungslos? Das wollen “unsere Gegner” gerne und sicher tun sie auch etwas dafür, dass es bei uns zu bequem, zu wuselig ist und wir damit nie den ersten Schritt zur Befreiung tun.

Jeder kann was tun, jeder ist stark

Falsch, denke ich. Jeder kann was tun, jeder ist stark, weil wir in Wirklichkeit eine Gemeinschaft auf dem großen Spielfeld bilden. Auch wenn ihr eure Mitstreiter nur aus dem “Netz” kennt, sind wir Viele. Nehmen wir mal das Beispiel Nestle´. Dieser Konzern kann seine Schweinereien in der dritten Welt nur solange machen, wie wir dessen Produkte kaufen. Mal ehrlich? Ist das so schwer, das wir alle gleichzeitig auf Nestle Wasser und Kaffee  etc. verzichten?

Ich kaufe nicht mehr bei Nestle, weil …

Heute möchte ich eine andere Idee verkünden. Eine Möglichkeit, den Frust, die Wut raus zu lassen. Überlegen Sie mit ihren Kindern, Freunden oder ihrem Partner, was Sie z.B. an Nestle´ stört. Schreiben Sie mit der Hand, dem PC oder wie auch immer Zettel wie Z.B. “Ich kaufe nicht mehr bei Nestle, weil Nestle´ den Ärmsten der Armen das Wasser abgräbt.” Dazu vielleicht eine Quelle www…. Diese Zettel legen Sie bei jedem Einkauf zu den Nestle´ Produkten. Andere werden ihrem Beispiel folgen oder fangen einfach nur an nachzudenken. Wenn das in Schulen, Kindergärten weiter aufgegriffen würde, könnte eine Lawine daraus werden. Natürlich nur, wenn Sie die Hoffnung nicht schon aufgegeben haben.

Sind Sie dabei?

Artos Denkzeilensammlung

Die meisten Texte könnt Ihr auf oben stehendem Link noch einmal nachlesen.

Ihr Arto

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