Great Reset: Anfang vom Ende oder Chance für Neustart?

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COVID verursacht bei fast allen Menschen Angst. Angst haben die einen, weil ein Killervirus scheinbar die Menschheit tötet. Angst haben die anderen vor den Eliten, die anscheinend etwas Dunkles vorhaben. Beide Lager fragen sich: Wie werden wir künftig leben?

Das Schlagwort, das zunächst natürlich als „Verschwörung“ verunglimpft wurde, heißt Great Reset. Der soll kommen und er bringt einschneidende Veränderungen mit sich.

Es geht um nichts weniger als das Abschalten des Systems; wie beim Computer soll alles auf Null gefahren werden. Ein Reset ist im Spiel der Globalisten und Machthaber nichts Neues. Tatsächlich braucht es diesen schon alleine wegen des uns alle knechtenden Schuldgeldsystems, welches Geld aus dem Nichts schöpft (Zinsen) und Verschuldung exponentiell ansteigen lässt. Keine Wirtschaftskraft der Welt kann sie je ausgleichen, wie jeder weiß, der eine Exponentialfunktion versteht. Experten zufolge ist ein Reset alle 80-120 Jahre nötig, wobei Krieg das Mittel der Wahl ist, um ihn auszuführen [1].

Der geplante Great Reset ist jedoch so ungeheuerlich, dass er wirklich kaum zu glauben ist. Das bevorstehende Szenario ist in der Tat angstauslösend. Die Katze hat u.a. Andrea Haberl vom AfD-Kreisvorstand Freising-Pfaffenhofen aus dem Sack gelassen, die in einer sehr mutigen Audioaufnahme die COVID-Pandemie als Täuschungsmanöver enttarnt. Das Ziel, so die ihr vorliegenden Top-Secret-Unterlagen, ist die Reduktion der Menschheit [2]. Die Politikerin ist ihren Job los, wie man sich denken kann. Die Dame ist aber keineswegs ein Fall für die Psychiatrie. Hochrangige Militärs, z.B. aus Russland, äußern sich ähnlich und sprechen von einem vierten Weltkrieg, der gegen die Menschheit geführt wird.

Verständlicherweise habe auch ich Angst, denn ich liebe die Schöpfung. Aber statt wie ein Kaninchen in Schreckstarre zu verfallen, versuche ich, meine Angst als Triebfeder für die Gestaltung meiner persönlichen Zukunft zu nutzen. Angst ist nämlich ein sehr starker Motivator, zumindest so lange, wie man sie nicht unkontrolliert ansteigen lässt [3].

Wie beabsichtigt verursacht die „COVID-Pandemie“ eine Angst-Pandemie, und zwar auf beiden Seiten der gespaltenen Gesellschaft. Die Verschwörungsleugner auf der einen Seite erliegen der kindlich-naiven Illusion, die „da oben“ hätten nur unser Bestes im Sinn. Sonst rational denkende Menschen sträuben sich vehement gegen die Behauptung einer Verschwörung von elitären Soziopathen, die sie manipulieren und ausbeuten [4].

Das Kleinkind hat ein angeborenes Vertrauen in seine Umwelt. In einer Welt ohne Soziopathen ist dieses Vertrauen auch gerechtfertigt. Als Erwachsene müssen wir unser Weltbild aber ständig revidieren und anpassen. Die Verschwörungsleugner leben jedoch in einem großen “Weltkindergarten”, in dem Institutionen, Volksrepräsentanten und Medien ein unverdientes Image aus Macht, Weitsicht, Kompetenz und Schutz ausstrahlen. Zu diesem, von Angst genährten, kindlichen Glauben gehört die völlig unlogische Annahme, auf dieser Ebene seien Hierarchie, Korruption, Betrug und Bösartigkeit wie von Zauberhand verschwunden. Macht wird mit Integrität gleichgesetzt, Insiderwissen mit Weisheit und Güte. Gemäß der Überzeugung: Der Papa wird‘s schon richten, es gehört zu seinen Pflichten.

Das Leugnen einer elitären Verschwörung ist ein psychologischer Abwehrmechanismus, der die Rechtfertigungsversuche von Verschwörungsleugnern bestimmt, die alle verhöhnen und angreifen, die die Dinge anders sehen. Das Leugnen der Angst ist Schutz vor der Realität und die Illusion der eigenen Sicherheit gehört zum zentralen Bestandteil des Selbstverständnisses der Verschwörungsleugner.

Bei den Aufgewachten, den verunglimpften „Verschwörern“ nährt sich die Angst hingegen aus einer sehr realen, biologisch wichtigen Quelle, in der das kindliche „Es wird schon alles gut sein“ dem unverblümten Erkennen der Tatsachen gewichen ist. Es geht bei diesen Menschen um nicht weniger als das eigene Überleben. Bei jenen, die Kinder haben, geht es noch eine Stufe weiter, denn der eigene Nachwuchs und damit der Fortbestand des selbst gezeugten Lebens ist in Gefahr. Das war bei mir nicht anders. Meine Söhne sind zwar schon lange erwachsen, aber Vater bin ich, so lange ich lebe, und deswegen sorge ich mich um das Leben meines Nachwuchses. Aber auch um das Leben aller Menschen.

Dass das eine natürliche und gerechtfertigte Angst ist, habe ich lange erkannt. Und dass Existenzängste mit die größten Stressoren sind, weiß ich aus eigener Erfahrung nur zu gut, auch wenn mein Leben noch nie in dieser Weise bedroht war. Tatsächlich ist die Konfrontation mit angstauslösenden Themen etwas, das auch ich nur allzu gerne vermeiden würde. Aber die Vogel-Strauß-Taktik hilft beim Thema Great Reset nicht weiter, im Gegenteil. Viele psychologische Schulen sind sich darin einig, dass Angst Energien freimacht und den Blick für neue Perspektiven erweitert, wenn man sich die eigene Denk- und Handlungsfreiheit erhält [5]. Gemäß dem Sprichwort „Angst vor dem Leid ist schlimmer als das Leiden selbst“ habe ich mir im Laufe der Zeit ein kleines Motto zurechtgelegt, das ich immer wieder ganz leicht in Erinnerung rufen kann und das mir gerade in dieser unsicheren Zeit wertvolle Dienste erweist. Ich nenne es sinngemäß FEAR: F(rage) E(rkenne) A(giere) R(uhe).

  1. Frage!

Wie oft schenken wir ungerechtfertigt selbsternannten oder gemachten Experten unser Vertrauen, ohne dafür einen plausiblen Grund zu haben? Warum gehen wir immer wieder genau zu den Ärzten, die uns nur als Kunde oder Krankheit sehen, nur die Symptome behandeln, aber niemals die Ursache? Warum gehen wir weiterhin zu Wahlen, wenn doch Politiker aller Couleur genau jene Versprechen „vergessen“, mit denen sie uns zuvor geködert haben? Warum konsumieren wir Medien, die gleichgeschaltete Propaganda über uns ergießen, und uns mit Neusprech, Gedankenverbrechen und politischer Korrektheit zur „richtigen“ Einstellung bringen wollen? Die Antwort ist: Weil wir uns in einem vermeintlichen Abhängigkeitsverhältnis sehen.

Viele Menschen haben verlernt, Fragen zu stellen, vor allem Grundsatzfragen. Das ist beim Thema COVID nicht anders. Wer sich einmal fragt, wo denn der Nachweis für die Isolation dieses Virus ist, wie Louis Pasteur eigentlich zu seiner ominösen Viren-Entdeckung kam, wie die Definition für das Vorliegen einer Pandemie ist, was PCR-Tests wirklich „messen“, oder was in einem Impfstoff alles drin ist, der nimmt sich sehr schnell die Virus-Angst alleine kraft seines Verstandes.

Eine wichtige Grundsatzfrage ist für mich daher immer: Cui bono? Wem nützt das? Die Antwort auf eine zentrale Frage ist umso näher an der Wahrheit, je weniger sie von Hintergedanken oder versteckten Agenden derjenigen abhängt, die sie geben. Vieles musste auch ich erst einmal verlernen, schlicht weil ich es ungeprüft übernommen hatte und daher einfach nicht in Frage stellte. Heute weiß ich besser denn je, was Kierkegaard meinte, als er <<De omnibus dubitandum est>> (Alles muss angezweifelt werden) schrieb.

  1. Erkenne!

Einen Sachverhalt zu verstehen, heißt das Wesentliche vom Unwesentlichen zu unterscheiden. Angst kann hierbei zum Verbündeten werden, denn neuropsychologisch betrachtet schärft Angst die Wahrnehmung für Unstimmigkeiten. Das geht am besten, wenn man zwischen dem angstauslösenden Thema (Great Reset) und dem Besinnen auf das, was einen als Mensch ausmacht (Stärken, Fähigkeiten, Wissen, Emotionen, Erfahrungen) „hin und her pendelt“. Jeder hat schon einmal erlebt, wie befreiend und beglückend es ist, ein kniffliges Problem gelöst zu haben. Diese mentale Stärkung ist im Großen wie im Kleinen psychologisch unheimlich wichtig. Wer erkennt, macht sich frei und wird damit autonomer. Und Autonomie im Geist wie im Handeln macht stark.

Interessanterweise verleiht diese Autonomie die Fähigkeit, einen hohen Angstlevel selbst herunterzufahren. Sei es, weil das Erkennen die Bedeutung der Angstquelle relativiert (z.B. in der Frage der Existenz eines Virus), sei es, weil die Handlungsfreiheitsgrade durch die Selbststärkung ansteigen (z.B. weil ich mein Handeln danach ausrichten kann). Hierzu ein kleines Beispiel: Fallschirmspringen löst bei allen Menschen Todesangst aus. Wer sie überwindet und den Sprung in die Tiefe wagt, tauscht Todesangst gegen euphorische Selbsterfahrung aus. Die Erkenntnis ist aber erst durch die Überwindung der Angst möglich.

  1. Agiere!

Alle Theorie nutzt wenig, wenn man sie nicht in die Praxis umsetzt. Um es konkret zu machen: Meine Erkenntnis, dass hinter dem Great Reset eine dunkle menschenverachtende Verschwörung steckt, will in aktives Handeln gebahnt werden! Dieses Handeln teilt sich für mich in Do’s und Dont’s. Zu den Do’s gehört, dass ich mich mit anderen Aufgewachten vernetzte, möglichst regional und nicht nur virtuell. Die regionale Vernetzung ermöglicht mir neben der sehr wichtigen moralischen und sozialen Unterstützung vor allem die Garantie der Überlebensfähigkeit, wenn es einmal hart auf hart kommt. Waren- und Gütertausch oder Leistungsausgleich durch Kompetenzen und Fähigkeiten der vernetzten Menschen, statt absolute Abhängigkeit vom Geldsystem. Anbau eigener Naturprodukte und Krisenvorsorge im Rahmen dessen, was meine Möglichkeiten zulassen und organisierte Hilfe untereinander bei individuellen Engpässen. Verbreitung der Wahrheit über die mir zur Verfügung stehenden Mittel. Und ganz wichtig: Medizinische Hilfe von Experten, die sich aus den Krallen der organisierten Pharmamafia gelöst haben.

Zu den Dont’s gehört für mich die Rückkehr zu automatisierten Denk- und Handlungsmustern. Mich interessieren weder aktuelle Inzidenz-Zahlenspielchen noch erfundene Medien-Horrorszenarien. Da ich erkannt habe, dass sie nur Schall und Rauch sind, gebe ich ihnen auch keine Aufmerksamkeit und verschwende meine geistige Energie nicht an sie. Ganz generell dosiere ich meine tägliche Portion an Mainstream-Nachrichten vor allem rund um das Thema COVID auf ein eher homöopathisches Maß. Die Zeit, in der Kasperletheater mein Interesse weckten, ist längst vorbei.

  1. Ruhe!

In diesen turbulenten Zeiten braucht man unbedingt Rückzugsmöglichkeiten und „Safe Zones“, die dazu dienen, in die eigene Mitte zu kommen. Die Balance ist wichtig, weil die Punkte 1-3 entscheidend davon abhängen. Jeder weiß, dass bei großer Angst, egal wie gerechtfertigt sie ist, Denken und Handeln blockiert werden und die Psyche regrediert. Diese Regression bedeutet den Rückfall in rudimentäre Muster, also entweder impulsives Handeln oder geistiger Blackout. Ein großer Angstpegel bedeutet aber auch, dass man in einen Zustand der Sympathikotonie, d.h. der Daueraktivierung des Teils des autonomen Nervensystems versetzt wird, das auf erhöhte Reizwahrnehmung und Handlungsbereitschaft ausgerichtet ist. So wichtig dieser Anpassungsmechanismus für uns ist, so gesundheitlich schädlich kann er sein, wenn der Körper nicht in die Vagotonie kommt, in der alle regenerativen Funktionen gesteuert werden.

Es gibt viele Möglichkeiten, den Zustand der Vagotonie aktiv herbeizuführen. Körperliche Entspannungsübungen, Meditation, Achtsamkeit oder leichter Sport sind nur ein paar Beispiele, die dabei helfen. Ich führe gerne eine Übung zum Vagusnerv-Reset (!) durch, die jeder ganz einfach und effektiv durchführen kann. Hierzu bringt man in sitzender Position und mit geradem Rücken das Kinn zum Kehlkopf, wobei man etwas nach hinten nickt und den Kopf auf einer Ebene hält. Gleichzeitig zieht man den Hinterteil des Kopfes ein wenig nach oben und richtet automatisch das Brustbein auf (stolze Körperhaltung). Ziel ist die Dehnung der Nackenmuskulatur, die reflektorisch den Parasympathikus aktiviert. Das geht aber nur, wenn man die Schulterblätter an der Bewegung nicht beteiligt und sich nicht mit dem Oberkörper nach hinten bewegt. Diese Übung acht- bis zehnmal ausführen, kurz pausieren und dreimal wiederholen.

Fazit: Oberstes Gebot in diesen für die Menschheit einzigartigen Zeiten ist meiner Meinung nach die Stärkung der Individualität. Das ist weder ein Widerspruch noch Ausdruck von Egoismus oder Egozentrismus, sondern Voraussetzung für eine Gemeinschaft vernetzter und selbständiger Individuen, die sich über gemeinsame Werte der Menschlichkeit und des Respekts gegenüber allem Leben definieren. In dieser Vernetzung ist Spaltung und Isolation durch wie auch immer geartete Pandemie-Reset-Maßnahmen deutlich schwerer, und zwar materiell, psychologisch und spirituell.

 

Literaturnachweise:

[1] Hörmann, F., Pregetter, O. (2011). Das Ende des Geldes: Wegweiser in eine ökosoziale Gesellschaft. Etsdorf am Kamp: Galila-Verlag

[2] (https://politikstube.com/corona-afd-politikerin-packt-aus/), aufgerufen am 10.05.2021

[3] Schneider, R. (2013) Wege aus der Angst. Psychologische Ursachen und praktische Lösungen. Berlin: epubli-Verlag.

[4] https://off-guardian.org/2021/03/12/on-the-psychology-of-the-conspiracy-denier, aufgerufen am 15.04.2021

[5] Kuhl, J. (2009). Lehrbuch der Persönlichkeitstheorie: Motivation, Emotion und Selbststeuerung. Göttingen: Hogrefe-Verlag.

 

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