Was macht schon das eine Ei ?

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(c)https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/2/2e/Flaumfeder_auf_H%C3%BChnerei-B16-001.jpg

Es ist morgen, Frühstück wird serviert dazu gerne mal ein Hartgekochtes Ei aus dem Supermarkt. Für den Kuchen am Nachmittag wird selbstverständlich ebenfalls zum Ei gegriffen. Ein, Zwei Eier was denn schon dabei. Die Hühner legen sie ja doch und so lange diese nicht befruchtet waren sind sie ansonsten unbrauchbar. Jedoch sind die Eier, welche wir aus Discounter und Supermarkt kennen nicht artgerecht produziert. Unsere Vorstellung von Hühner in Ställen mit viel Freilauf auf den Bauernhof trübt und hat leider nur im entferntesten etwas mit der Realität der Massentierhaltung zu tun.

Huhn ist nicht gleich Huhn

Zum einem gibt es zwei Arten von Hühnern, die einen gezüchtet als Legehenne die anderen als Masttier. In diesen Fall nehmen wir Bezug auf die Legehenne. Sie werden unter Wärmelampen in großen Massen ausgebrütet. Nachdem die Küken geschlüpft sind und gerade das Licht der Welt erblickt haben. Werden einige von Ihnen kurze Zeit später lebendig geschreddert und als Abfallprodukt auf dem Müll landen. Dies betrifft in Deutschland etwa 50 Millionen männlichen Küken pro Jahr. Der Grund ist denkbar einfach. Diese können weder Eier legen noch sind sie brauchbar für die Mast, da sie schlichtweg der falschen Sorte Huhn angehören.

Neuer Lösungsansatz ?

Zu ergänzen ist jedoch, dass es um diese Thema schon viele Diskussionen gab. Es soll ein Forschungsprojekt geben in dem man noch im Ei erkennt, um welches Geschlecht es sich handelt. Damit man das Leben im Ei bereits vorher töten kann. Jedoch ist dies noch nicht auf die große Masse anwendbar. Eine andere Idee war die männlichen Küken zu Masttieren heranzuziehen. Jedoch sind diese Tiere nicht für die Mast gezüchtet der Aufwand wäre demnach größer als direkt ein für die Mast gezüchtetes Tier zu verwenden. Das geforderte Verbot kleine Küken sinnlos zu töten wurde abgelehnt.

Leben als Legehenne

Die weibliche Tieren haben quasi das Glück und dürfen ihr Leben als Legehenne weiter verbringen. Welches auch ohne Käfighaltung in Bezug auf der Masse der Tiere nicht unbedingt angenehmer für die etwa 39 Millionen Hühner sein dürfte. Noch immer bedeutet das Leben als Legehuhn wenig Privatsphäre und hoher Leistungsdruck. Viele von ihnen leben im so genannten Nachfolger der Käfighaltung / Legebatterie. Der Platz des Huhnes bezieht sich auf ein DINA 4 Blattes. Die Käfighaltung wurde damals 2010 verboten. Das Nachfolgemodell wird erst 2025 verboten sein. Immerhin gibt es hier schon Einstreu für die Hühner. Andere Tiere leben in der Bodenhaltung in großen Hallen. Einstreu sollte es theoretisch in der ganzen Halle geben. In Wahrheit wird nur ein drittel damit befüllt und das Huhn verletzt sich an Gitter, Holz, Plastik des Bodens. Das Huhn hat hier etwa 1.111cm2. Das Freilandhuhn hat den gleichen Stall wie das Bodenhaltungshuhn allerdings noch tagsüber die Möglichkeit nach Draußen zu kommen. Der Auslauf beträgt pro Tier 4m2.

Das Resultat aus den Lebensumständen…

Alle Legehennen zeigen jedoch Verhaltensstörungen auf Grund der große Masse in denen die Tiere gehalten werden. So ist es keine Ausnahme Tiere zu finden die sich die Federn herausgerissen haben. Um größere gegenseitige Verletzungen zu vermeiden wurden die Schnäbel als Küken ohne Betäubung entsprechend gekürzt.

Was ist zu tun?

Wer nicht will das männlichen Küken gleich nach der Geburt getötet und weibliche Hühner auf engsten Raum zusammen ausharren müssen. Sollte sein Konsum des Eies überdenken. Zum Beispiel kann der Konsum des Eies minimiert werden, indem man in ein paar Bereichen zur alternativen greift. Ein super Beispiel hierfür ist selbstgemachter Kuchen. Ein Ei kann super leicht durch Apfelmus, zerstampfte Banane oder Sojamehl ersetzt werden. Ein Pfannkuchen wird auch mit etwas Backpulver und Sprudel super luftig.Wer in selbstgemachten das Ei ersetzt kann schon viel bewegen und trainiert nebenher noch seine Kreativität.

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