Der Wolf im Schafspelz: Benzodiazepine – eine oft unterschätzte Volksdroge…

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Sie werden einfach so per Rezept fast jedem, der sie haben will verschrieben:

Benzodiazepine, umgangssprachlich genannt auch „Benzos“.

Ob der gestressten Hausfrau, oder dem überforderten Studenten – die unscheinbar wirkenden Tabletten versprechen Entspannung und Beruhigung.
Doch nur selten werden die Patienten über die enormen Risiken dieser Volksdroge aufgeklärt!
Denn nach nur kurzer Zeit der Einnahme entsteht eine schnelle Gewöhnung an die Substanz,
der Betroffene wird süchtig und ist von dem Medikament sowohl psychisch als auch körperlich abhängig!
Und der Entzug ist schlimmer als ein Heroinentzug!
Und ja, diese Substanz wird auf Rezept legal und leichtfertig verschrieben!
Mein Freund Noah, mit dem ich schon zwei weitere Artikel über seine vergangene Drogenkarriere verfasst habe, hat auch leidlich Erfahrungen mit den „Benzodiazepinen“ machen müssen.
Hier seine Geschichte mit einer leider von der Medizin und Psychiatrie viel zu verharmlosten Droge den „Benzodiazepinen“:
„Das erste Mal als ich Benzos genommen habe, war nicht wirklich „spektakulär“.
Ich war mir über die Risiken bewusst und so habe ich sie vorsichtig dosiert.
Ich empfand kaum eine Wirkung, ich muss dazusagen,
ich nahm sie in einer Phase in der ich sehr tief im Drogenmissbrauch steckte.
Als ich wieder konsumieren wollte, merkte ich, dass die Schachtel weg war.
Ich verdächtigte meine Mutter oder meinen Stiefvater, das diese sie versteckt haben.
Ich wollte dies aber auf keinen Fall ansprechen.
Das nächste Mal als ich Berührung mit Benzodiazepinen kam, war während meiner Ausbildung zum Rettungsassistenten.
Während dem Praxisunterricht verwendeten wir eine Schachtel mit abgelaufenen Medikamenten.
Darunter fand ich Medikamente wie Diazepam und Clonazepam – Benzodiazepine!

Ich bin heute nicht stolz darauf, aber ich habe diese Medikamente zum eigenen Gebrauch entwendet.
Nachdem ich sie mit Codein
(ein berauschendes Opiat; und zudem eine sehr gefährliche Kombination)
einnahm,
empfand ich einen sehr starken Rausch und dieser Rausch sollte mich süchtig machen,
aber ich habe dann doch eher sporadisch konsumiert,
weil ich eher andere Suchtmittel konsumiert hatte.
Doch manchmal war ich den Tabletten gegenüber vollkommen respektlos eingestellt und nahm sie „wie Smartis“.
Während einer Feier gab mir jemand einige Tabletten (Tavor, ein Benzodiazepin) auf die Hand,
und ich spülte sie mit einem Glas „Jacky-Bull“ runter..
Nach einem zweiten Glas entschied ich mich nach Hause zu gehen.
Während des Spaziergangs merkte ich, dass dies allen in allem doch etwas zu viel gewesen war.
Was dann passierte, kann ich kaum beschreiben: ich war wacklig auf den Beinen, der Körper fühlte sich an wie Gummi und Halluzinationen traten auf.
Ich bin heute froh, dass alles gut ausgegangen ist.
Dann habe ich längere Zeit mit Benzos nichts zu tun gehabt, aber einige Jahre später, nach einem Psychiatrieaufenthalt wurden mir Benzodiazepine verschrieben, genauer genommen Diazepam.
Ich muss betonen, dass mir die Benzodiazepine verschrieben wurden von den behandelnden Ärzten, obwohl diese von meiner Suchtgeschichte wussten!
Aber ich muss ehrlich zugeben, dass ich trotzdem froh war, dass sie mir verschrieben wurden, da es mir psychisch sehr schlecht ging.
Nach der Therapie zog ich nach Freiburg und hatte im Hinterkopf, dass ich mehr oder weniger regelmäßig Benzos verschrieben bekam.
Mir immer und immer wieder welche verschrieben zu lassen, war nicht schwer
(dank des Entlassbriefes der Klinik).
Anfangs lies ich mir die Benzodiazepine (Tavor, Diazepam) sporadisch verschreiben, doch dann merkte ich, dass diese eine stark angstlösende und entspannende Wirkung haben.
Doch die Wirkung war eine ganz andere als damals, als ich sie für Rauschzwecke missbraucht hatte.
Keine Höhenflüge mehr, sondern subtile Beruhigung.
Doch wie mit anderen Drogen entstand bald eine Gewöhnung.
Die Effekte wurden mit der Zeit schwächer und schwächer, wodurch ich höher dosieren musste.
Meine Freundin hat mich dann angeregt einen Entzug zu machen, doch dieser Entzug sollte sich als die Hölle auf Erden erweisen.
Dieser Entzug war für mich schlimmer als ein Heroinentzug.
Zudem dauerte der Entzug ca. 9 Monate und wurde von stark paranoid psychotischen Symptomen begleitet.

 

Es fühlte sich durchwegs so an, als sei man in einem schlechten Traum..
Zudem kamen ständige Panikattacken.
Heute drei Jahre später, denke ich noch mit einem Grauen an die Zeit des Entzuges zurück!
Ich habe Benzodiazepine nicht einmal wieder angerührt.”
Mir kommt es immer noch abstrus vor, das solch ein „Medikament“ leichtfertig auf Rezept verschrieben wird, und dabei mache ich den Ärzten besonders den Vorwurf, dass sie nicht ausreichend über die Risiken aufklären!
Benzodiazepine sind in meinen Augen eine harte, und schnell süchtig machende Droge, die nicht so leichtfertig verordnet werden darf!
Außerdem gibt es gute pflanzliche Alternativen, die ähnlich gut beruhigend wirken wie Benzodiazepine:
CBD, Lavendel, Passionsblume, Baldrian
(der aufgrund seiner Langzeitwirkung leider oft unterschätzt wird).
Diese PFLANZLICHE ALTERNATIVEN machen NICHT SÜCHTIG!
Sie haben KEINEN ENTZUG!
ABER: Sie werden von der PHARMAINDUSTRIE NICHT GEFÖRDERT und deshalb verschreiben sie die wenigsten Ärzte – diese greifen natürlich lieber auf die von der Pharmaindustrie geförderten Benzodiazepine zurück und vergessen wie so oft mal wieder das Patientenwohl…
Ich träume von einer Welt in der vorwiegend zu pflanzlichen Mitteln gegriffen wird, auch ich habe selbst des öfteren leidlich die Erfahrung machen müssen, wie chemische Substanzen süchtig und abhängig machen können (in meinem Fall Neuroleptika) und leider eben viel zu leichtfertig verschrieben werden.
Ich plädiere an die Ärzte und Psychiater ihre Patienten über die Risiken der verschriebenen Medikamente aufzuklären!
Und ich empfehle jedem der sich in ärztliche Behandlung begibt dem Arzt nicht blindlings zu vertrauen und immer zu reflektieren und zu hinterfragen!
Wir neigen oft dazu die Ärzte in ihren weisen Kitteln auf ein Podest zu stellen – doch diese sind auch nur von der Pharmaindustrie gesponserte Menschen!

 

Artikel und Buch

“Die unheimliche Magie der Psychose”

von Vera Maria,

Artikel in Zusammenarbeit mit “Noah”

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