Der Umgang mit der Angst bei Kindern

Die Angst ist ein ganz wichtiges Thema. Angst beginnt schon bei der Geburt und endet mit dem Tod. Ich kenne niemand, der keine Angst hat. Meist verdrängen wir sie so tief, dass wir nur glauben keine Ängste mehr zu haben. Sie zu erforschen und zu integrieren führt zu einem glücklichen Leben in Freiheit.

Es wird behauptet, das kleine Kinder haben noch keine Angst kennen, die kommt erst durch die Furcht der Erwachsenen. Das stimmt jedoch nur bis zu einem gewissen Grad. Kinder haben schon große Angst bei der Geburt, wenn sie durch den engen Geburtskanal müssen und nicht wissen, was auf sie zukommt. Das stelle ich mir gleich vor wie das Sterben. Auch hier wissen wir nicht, was wirklich auf uns zukommt. Bei Kaiserschnitt ist es noch schlimmer, denn da wird das Kind aus einer vertrauten, eher dunklen, warmen, kuscheligen Umgebung in helles Licht, Kälte und Weite geholt, mit dem ein kleiner Mensch erst umgehen muss. In beiden Fällen wird das Kind von der Mutter getrennt. Die Trennung aus dem „Einssein“ mit der Mutter.

Das Kind verarbeitet diese Angst auf seine Weise und fühlt sich geborgen durch die Liebe der Eltern. Trennt man das Kind jedoch dann wieder, indem man es vielleicht alleine im Krankenhaus lässt oder es der Mutter aus irgendeinem Grund wegnimmt, so entsteht eine riesiges Drauma, das schwere psychische Nachwirkungen für das Kind haben kann. Leider hat in der jetzigen Covid-Hysterie in Deutschland die Regierung in manchen Teilen des Landes vorgesehen, dass Kinder in Quarantäne von ihren Eltern getrennt werden müssen. Gerade kranke Kinder brauchen ihre Mama! Das ist Misshandlung und darf nicht sein! Dessen sollte sich jede Mutter bewusst sein!

Dann beginnen die Kinder zu forschen. Sie kennen viele Gefahren nicht und würden sich auch vor einem Auto nicht fürchten. Hier macht es durchaus Sinn, die Kinder aufzuklären doch ganz ohne ihnen Angst zu machen. Kinder, auch Kleinstkinder, die nicht noch sprechen können, verstehen mehr als wir uns vorstellen können. Schon allein die Aussage vieler Erwachsener „Pass schön auf!“ ist absolut widersinnig, denn warum soll das Kind nicht aufpassen? Es will sich ja nicht wirklich weh tun. Natürlich gibt es Risken, die das Kind nicht kennt oder unterschätzt und da müssen wir Großen aufpassen.

Noch schlimmer ist der Ratschlag: „Pass auf, dass du nicht hinunter fällst!“ Warum soll das Kind erstens nicht aufpassen und zweitens warum soll es hinunter fallen? Allein durch das „nicht hinunter fallen“ kann das Universum in Resonanz gehen – das Resultat, das Kind fällt hinunter. Das Resonanzgesetz tritt in Kraft durch Wünsche, Widerstände und Ängste. Wir bekommen vom Universum immer recht. Haben wir Angst hinunterzufallen und integrieren unsere Angst nicht, so programmieren wir uns, dass wir hinunterfallen. Ein Kind, dem das immer wieder gesagt wird, hat irgendwann dann wirklich Angst vor dem Hinunterfallen und dann passiert es.

Ein weiterer Ratschlag, den viele Eltern gut meinen, der jedoch auch widersinnig ist, da er genau das Gegenteil bewirkt, ist, wenn das Kind Angst hat, sich im Dunklen fürchtet oder vor einem Hund in Panik gerät: „Brauchst ja keine Angst zu haben! Da ist nichts! oder Der Hund tut nichts!“ Kinder haben in dem Moment allerdings Angst, die Angst ist ja schon da. Zu sagen, „du brauchst sie nicht zu haben“ bedeutet für das Kind, „ich darf sie nicht haben“ und es hat Widerstand auf diese Angst oder Angst vor dieser Angst und somit doppelte Angst. Das bewirkt, dass das Kind weiter Angst hat und das ist durchaus berechtigt. Denn gerade im Dunklen sehen Kinder Wesenheiten, die wir Großen oft nicht mehr sehen können. Durch die unterdrückte Angst werden diese jedoch oft genährt und die Angst vor Dunkelheit verstärkt sich noch mehr. Genauso wird das Kind auch bei Angst vor Hunden, immer weiter und verstärkt Angst davor haben.

Würden die Eltern jedoch sagen: „Ja so fühlt sich Angst an und es ist völlig in Ordnung jetzt Angst zu haben“, so würden die Kinder ihre Angst sofort integrieren. Sie würden die Angst unmittelbar fühlen und sie könnte sich auflösen.

Das ist die natürlichste Methode mit der Angst umzugehen, die die Kinder sofort umsetzen. Wir Erwachsene sollten es ihnen gleichtun. Also zuerst genau hinschauen, wovor hab ich überhaupt Angst. Dann die Angst zulassen, sich eingestehen: „Ja, ich habe Angst!“ und sie fühlen, so lange bis sie weniger wird oder sich sogar auflöst. Danach ins Vertrauen gehen, die restliche Angst mitnehmen und das tun, was man tun will. Kinder machen das unbewusst ganz von selbst. Beobachte doch einmal. Ein Kind, das sich fürchtet weint, klammert sich an die Mutter, sucht Trost und Geborgenheit so lange, bis es sich beruhigt und dann macht es mit seinen Forschungen weiter als wäre nichts gewesen.

Wir sollten wieder werden wie die Kinder und das Leben und unser Bewusstsein erforschen. Es lohnt sich! Das FreeSpirit® Bewusstseinstraining und der Bewusstseins-Vlog können dich dabei sehr unterstützen.

Solltest du noch weitere Fragen und Unterstützung suchen, so freue ich mich auf deinen Besuch in meiner Wohl-fühl-Praxis in Graz.

Alles Liebe

Andrea Viertl

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