Die ewige „(R)Evolution“

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„Ich bin der Geist, der stets verneint!
Und das mit Recht; denn alles, was entsteht,
ist wert, daß es zugrunde geht;“ >Goethes Faust< (*1)

Im Studierzimmer des Gelehrten Faust, benennt sich Mephistopheles als die ewige Kraft der Veränderung und als Teil des Lebens als solches.

In Goethes Faust wird somit die Natur des Lebens der ewigen Entwicklung in ein dichterisches Bild gepackt.

Hält nicht die Ungleichheit der Energien das Leben aufrecht und sucht doch ewiglich das Gleichgewicht?

Ist nicht der Geist der Veränderung der Pflug, der den Boden für die neue Saat bereitet?

Es ist gerade in dieser Zeit letztlich nur die Frage, ob es eine echte Veränderung ist und wer sie bringt.

Wenn man sich die Menschen in der heutigen Zeit anschaut, erkennt man, dass sie in einer großen Zahl nicht nur sich selbst suchen, sondern auch ihre seelischen Wurzeln. Sie halten ängstlich eine gemachte Scheinwelt aufrecht und wirken wie magisch gebannt in dieser Welt. Ihre seelische Entwicklung ist stehengeblieben und sie bauen statt dessen weiter an dieser Scheinwelt, die sie für die Echte halten. Die Freiheit des Seins und die Kraft zur Veränderung stehen unter dem magischen Bann der Lügen derer, die diese Scheinwelt seit Jahrhunderten gebaut haben. Eine Scheinwelt, die wohl insbesondere auf weitgreifenden Geschichtsmythen aufbaut.

Um diesen Bann zu durchbrechen müssen also auch die wahrhaft magischen Seelen erweckt werden und auch ihre schöpferische verändernde Kraft. Die dunklen Kräfte, die unsere Welt mit seelischer Gewalt verändert haben, können nur von denen gebannt werden, die sie vor Jahrhunderten vertrieben und getötet haben. Doch auch ihre Seelen sind noch da und damit auch ihr tiefes seelisches Wissen der Jahrtausende.

Die Puppenspieler dieser Welt haben von Anfang an Angst, das diese Magier und Heiler erweckt werden und bekämpfen daher weiter jede Alternative zu ihrer Welt und bauen dazu scheinbare Ersatzwelten. Das natürliche Ungleichgewicht des Lebens wurde zu einer unnatürlichen einseitigen Gleichform ohne Seele. Es gibt keinen echten Gegenpol mehr.

Doch in dieser Zeit der extremen Zuspitzung dieser Energie, die kurz vor ihrer Implosion steht, müssen die dunklen Kräfte diese mit aller Macht stützen und neu formieren. Hier ist die Zeit der Selbsterweckung unserer Magier groß, weil die Seelen hier eine Chance erkennen. Somit ist auch die Möglichkeit des echten Wandels wieder greifbar nah. Um diese Energie der Erweckung im Allgemeinen zu stärken, ist es wichtig sich mindestens im Inneren aus dem aktuellen System zu nehmen und alles zu hinterfragen. Aus der Sicht der anderen sind wir damit das Böse, die Zerstörer einer heilen Welt, denn Erwachen ist noch eine Bedrohung für viele. Somit gesellt sich der Mephistopheles des „Faust“ auf unsere Seite:

Mephistopheles:
„Ein Teil von jener Kraft,
Die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ >Goethes Faust<(*1)

Was ist nun das Gute und was das Böse? Gibt es darauf eine Antwort? In jedem Fall ist die Aufrechterhaltung, welcher Form auch immer, Stillstand und damit Energetisch eine Blockade.

Ein künstliches schwarz magisches Gleichgewicht. Wie es auch die künstliche Welt der Religionen will.

Denken wir doch einfach erst einmal all die Dinge weiter, die wir nicht denken dürfen und die in dieser Welt als das wahrhaft Böse gesehen werden. In einer Welt, in der die Freiheit des Seins ins Gegenteil gekehrt wurde. Wenn wir es wagen, uns aus unserer Welt hinaus zu denken, erreichen wir eine Tür zur echten Freiheit und auch die Tür zur Anderswelt wird wieder zu sehen sein.

Irgendwann wird immer wieder das Pendel angeschlagen und jeder Pol wird versuchen, die Oberhand zu gewinnen. Doch ohne die weisen Seelen, der alten Heiler und Magier, wird das Leben wieder zum Stillstand kommen und die magische Welt wird wieder verschlossen sein. Der Ewige Kampf der „Pole“ wird bleiben, doch die Schlüssel zur magischen Welt müssen dabei ewiglich in den Händen der Mittler bleiben. Eben der Weisen, Heiler und Magier, die wissen, dass ein natürliches Gleichgewicht eines jeden Wesens eben nicht „fivty fivty“ ist und der Pendel des Lebens in Bewegung bleiben muss, damit eine ewige Evolution möglich ist, mit der ich nicht die Evolutionstheorie des Charles Darwin meine. Schwarz und weiß denken ist dabei nicht hilfreich.

Manchmal muss es eben auch eine (R)Evolution sein, die eben aus dem inneren heraus evolutionär ist. Revolutionär im Sinne des totalen Wandels. Im Sinne der Bewahrer der „schönen Scheinwelt“ bin ich somit ein Dämon, den sie abermals in geschichtlicher Wiederholung bekämpfen müssen, weil Fantasie und damit Schöpferkraft ihre Macht in Frage stellt.

Das sind erst einmal wieder nur meine Gedanken

Gruß Armin

Bild von Mystic Art Design auf Pixabay

(*1)

(aus Goethes „Faust“ zu finden  https://genius.com/Johann-wolfgang-von-goethe-faust-studierzimmer-kapitel-6-annotated

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