„Neue Türen“ – Eine philosophisch, spirituelle Betrachtung

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Die beseelte Natur, und damit auch das Leben selber, sind die Zeichengeber und Richtschnur! Sie zeigen uns die Notwendigkeiten des Seins auf dieser Erde und auch die Magie, die alles durchwebt. Das Werden und Vergehen, der Tod und die Reinkarnation, Veränderung und Erneuerung. Wenn wir bereit dazu sind und das Leben hier mit all seinen Widrigkeiten annehmen können, zeigt es uns auch Türen und Wege, die uns die Weite öffnen.

Manch dunkle Pfade und manches Tief habe ich durchlaufen, bevor ich erkannte, dass Souveränität und eine notwendige Abgrenzung zum Außen meine Nährböden für das Glück sind. Nicht das Wir, sondern das Ich bedeutet darin für mich wahre Liebe und nur daraus kann dann wohl eine gesunde Fremdliebe entstehen. Nur hieraus erscheint die Schaffenskraft auf stabilen Füßen, kann Gemeinschaft wahrhaft produktiv sein und meine Liebe zu allem Sein natürlich. Die Angst vor dem Leben löste sich nicht im wabernden Kollektiv, sondern im wachsenden Vertrauen zu mir selbst. Im Kollektiv lauerten Unterwerfung und Auflösung der Souveränität im Schein der Sicherheit, eben dieses Kollektivs.

Die ursprüngliche Kraft, aus dem alles geboren ist, war, wie ich denke, auch souverän und hat uns Souveränität innerhalb der gesamten Lebensenergie geschenkt. Aus dieser Souveränität scheint die tiefe Kraft und Vielfalt des Lebens entstanden zu sein. Manch Suchender der eigenen Souveränität stellt uns auf die Probe, in dem er seine Bilder des Seins auf uns als Testobjekt projiziert. Doch dies bedeutet letztlich, dass derjenige eben selber noch ein Suchender ist, der bei dir Bestätigung für seinen Erfahrungsweg sucht und oft auch seine eigene innere Führung.
Dessen sollte man sich auch in der spirituellen Arbeit Bewusst sein und gegebenenfalls wieder vom allwissenden Prediger in die eigene Abgrenzung kommen. Es ist immer auch ein weiteres Testfeld zwischen Geben und Nehmen, nicht mehr.
Wer den Hirten sucht, wird ihn wohl bekommen. Doch das würde für mich nicht lernen bedeuten, sondern letztlich der Herde folgen. Die Seele passt in keine Schublade, in keine Form und zu keiner Schablone. Doch sie ist was sie ist und vor allem nicht wie jede Andere. Die Erfahrungswerte werden wechseln und es ist für mich schön, immer etwas in Spannungsfeldern zu bleiben, immer neue Dinge zu finden und wieder neue Türen öffnen zu können. Denn Stillstand bedeutet für mich am Ende das Nichts.

Das ist erst einmal nur meine Erfahrung und sind meine Gedankenvorlagen, die mir die Inkarnationen schenkten. Sie haben mir persönlich den Boden geebnet für einen wunderbaren Weg, der sicher nicht immer geradlinig war. Das Wichtige bei allem bleib die ganze Zeit, sich immer Fremdkritik und auf jedenfall auch Selbstkritik zu bewahren. Über sich selber lachen zu können, ist dabei ein sehr gutes Eichinstrument.

“Es irrt der Mensch solang’ er strebt”
Vorblick auf das Klassenspiel Goethes “Faust”

Gruß Armin

 

Bild von Christopher Ross auf Pixabay

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