Feind oder Freund? GUT oder BÖSE? Ellonor`s Gedanken

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Schon in unserer Kindheit spüren wir oft recht schnell, wer es gut oder böse mit uns meint. Diese beiden Begrifflichkeiten werden sehr unterschiedlich erlebt. Doch was ist GUT oder BÖSE? Wer ist FREUND oder FEIND?

Sehr individuell gehen wir Menschen mit unseren Erlebnissen im Miteinander um. Sammeln unendlich viele Erfahrungen, bis wir erwachsen sind. Was tut uns gut, wer meint es mit uns gut oder eben auch nicht? Dies ist ein Entwicklungsprozess, den wir alle durchlaufen, das nennt man LEBEN.

Sehr schnell jedoch spüren wir, schon im Kindesalter, ob unsere Wahrnehmungen als korrekt im persönlichen Umfeld und auch in der Gesellschaft akzeptiert und angenommen werden. Sei es in der Familie, in der Schule, während der Berufsausbildung oder im Berufsleben. Es gilt immer, sich anzupassen oder man ist sehr schnell Außenseiter. Jedoch: Ist wer es BÖSE mit mir meint auch gleich mein Feind? Ist der GUTE auch automatisch mein Freund? Entscheide ich dies selbst oder mein Gegenüber? Sind es doch auch sehr oft gesellschaftliche Zwänge!

Wir alle erleben oft schwierige Situationen, in denen es um Entscheidungen geht: Richten wir uns gegen die Mehrheit, landen wir sehr schnell auf dem „Abstellgleis“. Frei nach dem Motto: Bist Du nicht für mich, bist Du also gegen mich! Bist Du nicht gut, bist Du halt böse! Bist Du nicht mein Freund, bist Du halt mein Feind. In einer gut funktionierenden Gesellschaft sollte es um ein Miteinander, nicht um ein Gegeneinander gehen. Aber das funktioniert nun mal nicht immer.

Sehr unterschiedlich sind wir Menschen in unserem Harmonieverständnis. Manche quälen sich mit überhöhtem Harmoniebedürfnis, andere suchen gern den Konflikt. Was ist nun GUT, was daran Böse?

Ein harmoniesüchtiger Mensch kann eigentlich fast immer nur enttäuscht werden. Wenn der eigene Anspruch zu hoch ist, dann wird sein Gegenüber sein Harmoniebedürfnis nie befriedigen können und immer der „Böse“ sein und bleiben. Aber ist dieser dann automatisch sein Feind? Sicherlich nicht, aber das eigene Erleben entscheidet jeder für sich selbst. Einen Konflikt zu suchen, heißt auszutesten, wie weit kann ich gehen? Ist der Punkt erreicht, in Harmonie zu treten mit meinem Gegenüber – dann ist es GUT. Ist das dann ein Freund? Gelingt dies nicht, so bleibt mein Gegenüber der Böse. Aber auch der Feind? Auch in diesem Handeln entscheidet jeder für sich, wie dann mit dem Gegenüber umzugehen ist.

Dieses Verhalten von uns Menschen stärkt wesentlich unsere Kommunikation miteinander. Stärkt auch den eigenen Willen zu lernen, wie andere Menschen auf uns wirken und wir auf sie. Wir leben naturgemäß nicht allein, sondern in familiären und gesellschaftlichen Strukturen mit Regeln und auch Zwängen. Ein jeder von uns lernt in seinem Leben GUT und BÖSE zu unterscheiden. Erkennt einen Feind und den Freund. Jeder aber auf seine eigene individuelle Art, aufbauend auf seine ureigene Lebensgeschichte. Das Leben selbst formt und fordert uns tagtäglich heraus, im GUTEN wie im BÖSEN.

Ein wesentlicher Punkt in unserem Dasein ist das jeweilige Gesellschaftssystem, in welches wir Menschen hineingeboren werden. Wir finden uns wieder in meist festgefahrenen Strukturen, welche wir nicht wirklich beeinflussen können. Jedenfalls in aller Regel nicht allein. Besonders die politische Ausrichtung des Landes ist entscheidend für unsere Prägung und Meinungsbildung hinsichtlich unseres Verhaltens. Gesellschaftliche Prozesse beeinflussen immer unser Handeln und Denken im Laufe unseres Lebens. Das jeweilig herrschende politische System im Land, besonders die unterschiedlichen Parteien, beeinflussen unser Freund- und Feind-Denken. Verhält man sich politisch korrekt, dann ist man der Gute. Aber gleichzeitig auch ein Freund, das geht dann doch zu weit. Ist man nicht politikkonform, dann wird man schnell zum Außenseiter in der Gesellschaft und ist der Böse und auch recht schnell ein Feind. Mit dem Strom zu schwimmen, ist oft leichter in dieser Welt. Diese Entscheidung muss jeder für sich immer wieder treffen. Den nur GUTEN und den nur Bösen gibt es selten.

Möge unser Ansinnen immer sein, das GUTE im Menschen zu sehen und einen Freund zu finden. Mögen wir einen Feind rechtzeitig erkennen und immer eine Idee und Strategie finden, uns vor ihm zu schützen. Treten wir mutig und mit offenem Blick unserem Gegenüber immer entgegen. Bleiben wir neugierig und offen, was mit uns und um uns herum geschieht.

 

Ellenor

 

Gedanken meiner guten Freundin, zu allzu menschlichen Prozessen.

Gruß Armin

 

Image by Kee Sebastian from Pixabay

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