Land der Spinner und Fantasten

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Ist dies das Land der Dichter und Denker? Das Land der Erfinder und Vordenker?

Ich würde sagen, es ist nur noch das Land der Spinner und Fantasten!

Ein Land, in dem die Dekadenz zum Zeichen des Fortschritts erhoben wurde und sich die Wissenschaft von ihrem Selbstzweck entfernt hat. Alles was die Aufklärung voran gebracht hatte, wird der Lächerlichkeit Preis gegeben. Wie die Lemminge laufen die meisten Deutschen zum Abgrund und bedanken sich kurz vor dem Sprung noch einmal für den Absturz.

Ganz im Sinne von Teile und Herrsche werden die Menschen gegen einander aufgebracht, zerstören dabei dankbar alle Grundlagen für eine echte Gemeinschaft und beschuldigen dafür diejenigen, die sie entlarven. Alle politischen Parteien in den Parlamenten beteiligen sich an diesem „Teile und Herrsche Prinzip“, weil sie weiter in diesem kranken System mit schwimmen und nicht die grundlegenden Fehler angehen. Allerdings haben die neuen Gruppierungen, die dagegen die direkte Demokratie in Stellung bringen, den Faktor Mensch vergessen, der bisher von den Regierenden genutzt wurde. Sie sehen nicht, das eben dieser Mensch ein Teil des Problems ist und die Basis Demokratie damit nichts ändern würde. Der Mensch würde sich gerade auch in Ausnahmesituationen am Ende für den vermeintlich leichten Weg entscheiden und würde sich wohl immer wieder seinen tiefsten Ängsten beugen.

Im Augenblick ist aber gerade bei den Meisten der Wunsch im Vordergrund, denen die Verantwortung zu überlassen, die sich auf das „hohe Ross“ schwingen. Doch sollte man diese Verantwortung wohl nicht diesen vom Lobbyismus geprägten Möchtegern Volksvertretern überlassen.

Nur, jemand der sich selber kritisch sieht und über sich lachen kann, ist als Regierungschef geeignet. Einer konnte das wohl sehr gut: „Friedrich der Große“ ! Hier Zitate des Preußen Königs aus „Welt Online“, veröffentlicht am 31.12.2011, Von Jan von Flocken mit dem Titel „Friedrich war der Beiname “der Große” herzlich egal“:

Aus seiner Feder stammen die Sätze: ” Es heißt, dass wir Könige auf Erden die Ebenbilder Gottes seien. Ich habe mich daraufhin im Spiegel betrachtet. Sehr schmeichelhaft für den lieben Gott ist das nicht.” Und als der König 1784 von der Menge umjubelt in Breslau einzog, bemerkte er zu einer der Honoratioren: “Setze Er einen alten Affen aufs Pferd und lasse Er ihn durch die Straßen ziehen, so wird das Volk genauso zusammenlaufen.”

 

Die alten Monarchen hatten oft mehr Verbindung zu ihrer Heimat und dieser trug dazu auch eine notwendige Priese Selbstironie und Erdung in sich, die den Narzissten in der Politik von heute fehlt.

Gedanken von Armin Hengst

 

Bild von Comfreak auf Pixabay

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